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Hugo Arnold,
Leiter der Abteilung Prototypenfertigung
bei Geberit
Zeitersparnis und Qualitätssteigerung durch ein Eden-System von Objet
Die Geberit-Gruppe ist europäischer Marktführer für Sanitärtechnik. Das über 130 Jahre alte Unternehmen verdankt seine Langlebigkeit und seine weltweit erfolgreiche Marktposition unter anderem seiner ungebrochenen Innovationsbereitschaft. In der Entwicklung spielen bei Geberit die Prototypen eine wichtige Rolle, von denen einige auf CNC-Maschinen und andere im dreidimensionalen Rapid- Prototyping-Verfahren hergestellt werden. Das 3D-Drucken, für das lange Jahre ein externer Dienstleister zuständig war, wurde 2005 von Geberit intern übernommen.
Eine Entscheidung für ein umweltfreundliches Verfahren, hohe Modellqualität und ausgezeichnete Wertschöpfung
Vor der Anschaffung des dreidimensionalen Drucksystems Eden260 von Objet Geometries hatte Geberit mehrere Möglichkeiten in Betracht gezogen. Umweltfreundliche Nachbearbeitung, beste Oberflächenbeschaffenheit und hervorragende Kosteneffizienz sind die Gründe, warum man sich schließlich für die Lösung von Objet entschied. Die Möglichkeit, die Stützstrukturen komplett zu entfernen und die Prototypen in der Entwicklungsphase unter Flüssigkeit zu testen, war ein weiterer wichtiger Faktor für die Entscheidung zugunsten des Eden260-Drucksystems.
Zwei Testphasen mit Modellen von Objet erlauben
Zeiteinsparungen in der Entwicklung
Eden260 ist bei Geberit inzwischen fest in die Produktentwickung integriert. Im ersten Stadium wird die Form eines Objet-Konzeptmodells getestet; Teile und Baugruppe werden einer Passformprüfung unterzogen, und in einem umweltneutralen Durchflusstest wird schließlich die Funktion des Modells insgesamt ausgewertet. Im Anschluss an die Bewertung der produktrealisierbarkeit anhand von Objet-Modellen führt Geberit in einer zweiten Phase den Funktionstest durch: Die Objet-Modelle werden einer Flüssigkeitsprüfung unter realen Einsatzbedingungen wie beispielsweise hohem Wasserdruck und kontinuierlichem Durchfluss unterzogen. “Die Möglichkeit, gleich zu Beginn der Entwicklung ein Objet-Modell herzustellen, versetzt uns in die Lage, die Realisierbarkeit der zu konstruierenden Produkte einzuschätzen,” erklärt uns Hugo Arnold, der Leiter der Abteilung Prototypenentwicklung bei Geberit. “Früher mussten wir wegen der Probleme, vor die uns die gewünschten Produkte stellten, dieselbe Entwicklungsphase mehrfach durchlaufen. Seit wir das Objet-System haben, können wir unser Produkt schon in Phase I optimieren und in der zweiten Phase weitere Prüfungen anschließen. So sparen wir Zeit und Kosten. Das ist angesichts des heutigen Konkurrenzdrucks von unschätzbarem Wert.”
Ein weiterer Wettbewerbsvorteil
Wie uns Herr Arnold erklärte, reicht der durch das Objet-System erzielte Nutzen für Geberit weit über die Produktentwicklung hinaus. Und in der Tat verändert das Objet-System die Betriebsabläufe des Unternehmens in vielerlei Hinsicht. Um nur einige wenige Beispiel zu nennen:
• Schnellere Entwicklung von Grafiken und Verpackungen – Die Objet-Modelle werden für die
Herstellung der Verpackungs- und Verkaufsmaterialien lackiert und fotografiert. Geberit braucht die PV-Serien nicht abzuwarten und erzielt damit entscheidende Zeit- und Kosteneinsparungen.
• Marketing-Unterstützung – Um eine genaue Vorstellung zu vermitteln, wie das Endprodukt aussehen und sich anfühlen wird, werden die erstellten Modelle durch vorhandene Komponenten ergänzt. Je nachdem, wie das “Objet-Modell” bei Geschäftsleitung, Kunden, Zielgruppen und anderen ankommt, erhält Geberit schon vor der Fertigung wertvolles Feedback für den späteren Verkauf.
• Fördert interne Kommunikation und Innovationsbereitschaft – dank Objet-Modellen kann das Geberit-Entwicklungsteam neue Produktideen auf einfache Weise übermitteln. Kunden, Lieferanten und Geschäftspartner haben die Möglichkeit, Änderungsvorschläge zu unterbreiten.
• Auch die externe Kommunikation wird gestärkt – denn Objet-Modelle können so bearbeitet (sandgestrahlt, lackiert, usw.) werden, dass sie dem Endprodukt nahezu täuschend ähnlich sehen - die Meinung des Kunden fließt ins Marketing ein. So lässt sich das Produktdesign den Marktwünschen anpassen. Man spart Kosten und Zeit für nachträgliche Änderungen, wenn sich das Produkt bereits in Vorserie befindet. All diese Gesichtspunkte schaffen realen geschäftlichen Nutzen. Nach Meinung von Herrn Arnold
“ hat Objet uns definitiv einen Vorsprung im Wettbewerb verschafft.”
Künftig sogar noch mehr Objet-Modelle
In den ersten sechs Monaten seit der Inbetriebnahmen des eigenen Systems verzeichnete die Nutzung von Objet-Modellen bei Geberit gegenüber früheren Zeiten, als noch ein Konstruktionsbüro beauftragt wurde, einen Anstieg um 150 %. Heute, weniger als ein Jahr seit Anschaffung des Objet-Systems, werden 20% aller Prototypen mit dem Eden260-Drucksystem hergestellt. Der Rest wird noch immer über die reguläre CNC-Bearbeitung abgewickelt. Aber nicht mehr lange. Denn Herr Arnold glaubt, dass “der Anteil der mit Objet-Rapid-Printing angefertigten Modelle in nicht allzu ferner Zukunft auf 50% aller in unseren Werkstätten hergestellten Modelle ansteigen könnte”.
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